Abschied vom Gewohnten

Wer daran denkt, sein Heim zu verschönern, sollte die Umgestaltung vom Farbkonzept bis zur Raumaufteilung umsichtig planen. Denn nur so lassen sich am Ende alle Wünsche und Notwendigkeiten berücksichtigen und optimal realisieren. In Zeitschriften zu blättern oder sich mit Bekannten auszutauschen, kann anfangs durchaus nützlich sein und manche Anregung bringen, doch der Königsweg zur Erneuerung ist es nicht.

Schauen Sie sich am besten zuerst in aller Ruhe in dem Raum um, den Sie verändern möchten. Und dann stellen Sie sich Fragen wie diese: Was will ich neu haben und was erhalten? Welche Möbel bedeuten mir etwas, und von welchen kann ich mich leicht trennen? Möchte ich bestimmte Dinge in den Vordergrund stellen, auf die ich besonders stolz bin oder an denen schöne Erinnerungen hängen – z.B. eine Steinskulptur aus dem Urlaub? Fühle ich mich in dezenten Räumen wohl oder bevorzuge ich kräftige Akzente? Mit Liebe zum Detail und dem Blick fürs Ganze entwickeln sich so Zug um Zug klarere Vorstellungen.

Beziehen Sie in Ihre Betrachtung und Bewertung nicht nur Möbel, sondern auch gleich Fußboden, Wand und Decke ein. Das Ergebnis kann sein, dass Ihnen zunächst nach einem totalen „Rundumschlag“ zumute ist. Sie sollten dabei aber bedenken, dass alte Materialien spannende Geschichten erzählen können – zum Beispiel ein rustikaler Dielenboden mit „Spuren des Lebens“. Auch ein so kostbares Relikt lässt sich freilich mehr als gleichwertig ersetzen, doch manche sichtbare Erinnerungen geht dabei unwiederbringlich verloren. Bei der Neugestaltung der Wände fällt es oft leichter, spontan Ideen zu Material und Farbe zu entwickeln. An alternative Materialien denken
viele aber nicht, obwohl sich doch gerade hier verblüffende Effekte erzielen lassen. Warum nicht mal Laminat an die Wand bringen? Dank eines neuen Systems ist das jetzt ohne weiteres möglich – und eine äußerst pflegeleichte Angelegenheit dazu!

Die Decke ist oft das „Stiefkind“ der Renovierung. Da will man etwas Zeitloses, und an eine andere Lösung als Raufaser weiß wird kaum gedacht. Diese Variante ist eine gute Lösung, sofern der Raum nicht genügend Höhe hat und etwas ausfallender gestaltet wird. Bei schlicht gestalteten und hohen Räumen kann man an der Decke durchaus einmal Neues ausprobieren.

Mit der Auswahl der Möbel verbindet sich die Frage der Stilrichtung. Wollen Sie Ihrem Geschmack treu bleiben oder sich an eine Stilmixtur wagen? Ein Mobilar ausschließlich im Landhausstil kann einen Raum recht langweilig wirken lassen. Ausgewählte Möbel- oder Deko-Elemente, die aus der Reihe tanzen, lockern den Raum dagegen auf und fesseln das Auge des Betrachters. Warum nicht Landhaus mit Bauhaus kontrastieren? Ein gekonnter Stilbruch schafft Spannung und hält den Raum lebendig. Der Kunstgriff besteht darin, den Raum nicht zu überfrachten, damit schöne Einzelteile ihre volle Wirkung entfalten können. Mit dem Mut zum Neuen und dem Vertrauen auf das eigene Gefühl werden Sie die Lösung mit Ihrer persönlichen Note finden.

Quelle: Kundenmagazin "Wohntrend Holz"

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